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Gertrud von Le Fort - Friedrich Gogarten

Briefwechsel 1911-1927, Troeltsch-Studien. Neue Folge 4

Erschienen am 01.08.2022, Auflage: 1/2022
Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783110254501
Sprache: Deutsch
Umfang: X, 234 S., 18 s/w Illustr., 2 farbige Illustr., 18
Format (T/L/B): 1.8 x 23.5 x 16.3 cm
Einband: gebundenes Buch

Beschreibung

Zwei der bedeutendsten um im Folgenden besonders einflussreichen Hörer des Religionsphilosophen und Theologen Ernst Troeltsch aus der Heidelberger Zeit, die Dichterin Gertrud von le Fort (1876-1971) und der Theologe Friedrich Gogarten (1887-1967), die sich 1911/12 begegnet waren, traten nach drei Jahren in einen zunehmend vertrauensvollen Briefwechsel und eine familiäre Beziehung zueinander. Ihre Korrespondenz reicht über die Kriegszeit, krisenhafte Kirchenzustände und die Verhältnisse im untergehenden Kaiserreich mit allen Facetten der Not und Orientierungslosigkeit hin zu den Anstrengungen theoretischer und religiöser Neugestaltung. Während le Fort bis zu Troeltschs Tod und darüber hinaus in geistig enger Beziehung zu dem prägenden Lehrer blieb, versuchte Gogarten im Umgang mit Schweizer Freunden die neuen Wege der sog. dialektischen Theologie mitzubestimmen, auch mit Buber und Guardini in Beziehung zu kommen. Die Dichterin trat mit rasch von der katholischen Öffentlichkeit rezipierten Hymnen an die Kirche (1924) hervor und arbeitete gleichzeitig nachdrücklich an der Edition von Troeltschs Glaubenslehre (1925). Als sie 1926 konvertierte, schien der Briefverkehr zu erlöschen. In ihm, wie in den beigegebenen Texten bildet sich subtil und eindrücklich ein dramatisches und erregendes Zeitgeschehen im überschaubaren Feld reflexiver Subjektivität ab.

Autorenportrait

Horst Renz, Obergünzburg.