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William Shakespeare - Dramen und Apokryphen

Eine stilometrische Untersuchung mit R, Berichte aus der Literaturwissenschaft

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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783844030969
Sprache: Deutsch
Umfang: 355 S., 136 farbige Illustr., 247 Illustr.
Einband: kartoniertes Buch

Beschreibung

Das speziell für literarische Texte neu entwickelte und mit umfassenden Funktionen ausgestattete stilometrische Analyseprogramm R fand erstmalig kompetente Anwendung auf Shakespeares Dramen bis ca 1599 und auf die apokryphen Texte dieses Zeitraums. Das hervorstechende Ergebnis dieses ersten Bandes ist der unzweifelhafte Nachweis der frühen Autorenschaft Shakespeares für eine Reihe von Dramen, die der Nachwelt als Quartodruck oder durch die erste Folioausgabe von 1623 bekannt geworden sind, tatsächlich aber Vorläufer von geringerer Komplexität und Qualität hatten. Insbesondere die Datierungsbezüge zwischen Richard III und The True Tragedy of Richard III, King John und The Troublesome Reign of King John und King Lear zu King Leir sowie Henry V und The Famous Victories of Henry V geben im Verbund mit den kollaborativen Beziehungsgeflechten der relevanten Dramatiker des Zeitraums der achtziger und neunziger Jahre des 16. Jahrhunderts Anlass zur Neubewertung der Biographie Shakespeares und seiner Entwicklung als Dramatiker. Völlig neu entdeckt wurden die kollaborativen Beiträge Samuel Rowleys, aber auch die enge Zusammenarbeit Shakespeares mit Thomas Kyd. Neue Argumente sowie Bestätigungen ergaben sich für Edward III, Edmund Ironside, Fair Em, Mucedorus und die drei Chroniken Thomas Lord Cromwell, Sir John Oldcastle und Sir Thomas More. The first part of Richard II, auch als Thomas of Woodstock bekannt ist auf Samuel Rowley zurückzuführen. Lediglich der fünfte Akt stammt von Shakespeare und Marlowe, woraus sich auch Marlowebezüge in Richard II als Rückgriff auf gemeinsames Archivmaterial erklären. In der Autorenschaftsdebatte setzt dieser Band mit seinen Ergebnissen neue Maßstäbe und gibt Literaturwissenschaftlern vielfältige Impulse für zukünftige Forschungsaktivitäten. 248 Abbildungen, davon 217 in Farbe sorgen dafür, dass nicht nur Experten einen Gewinn davontragen, sondern alle Shakespeare-interessierte den leicht zugänglichen Beschreibungen und Illustrationen folgen können.